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GeschichteGornemuse, Vogelsang, Walteren, Gottstatt und Tschattner hiessen die Vingelzer Reben, die seit 1420 im Besitze des Klosters St.Urban waren. Die Rebleute, Vorfahren der Familie Wysseier, versorgten die Klosterbrüder mit Vingelzer, welche im Gegenzug für sie - und für eine gute Ernte - das eine oder andere Gebet sprachen.

Das klösterliche Rebgut von St. Urban umfasste im 19. Jahrhundert ein Drittel aller im Gemeindebezirk Vingelz gelegenen Güter. 1837 prozessierte die kleine Gemeinde wegen Waldnutzungsrechten gegen das mächtige Kloster. Der Prozess kündigte die grossen politischen Umwälzungen jener Zeit an, die unter anderem die Liquidation aller hergebrachten feudalen Einrichtungen zur Folge hatte.

Friedrich–Johannes Wysseier, geboren 1852, war der erste Wirt der Räblus, die damals noch Café Wysseier hiess. Heute führt Jakob Wysseier die Räblus in der vierten Generation; seine Schwester Ruth Wysseier und ihr Partner Werner Schweizer pflegen die Rebberge und keltern den Wein im Räbluskeller.